Berliner Fraunhofer-Institute nehmen echtzeitfähige 5G-Kommunikationsinfrastruktur in Betrieb

30. Juni 2022 – Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) hat zusammen mit den Fraunhofer-Instituten FOKUS und IPK im Auftrag der German Edge Cloud (GEC) und dem Innovationscluster 5G Berlin e.V. eine echtzeitfähige Kommunikationsinfrastruktur zur Erprobung industrieller Anwendungen in 5G-Standalone-Campusnetzen in Betrieb genommen. Als eines der ersten operativen, verteilten 5G-Standalone-Campusnetze in Deutschland mit heterogener Funktechnik soll es als Testumgebung für zukünftige echtzeitfähige Edge-Cloud-Anwendungen in der Industrie 4.0 dienen. Neben industriellen 5G-Anwendungen nutzen Forschungsteams die Infrastruktur zur Weiterentwicklung von Netzwerktechnologien in Richtung 6G, insbesondere im Hinblick auf ein zukünftiges offenes 5G/6G-Ökosystem.

https://newsletter.fraunhofer.de/-viewonline2/17386/681/1/6RFhct0v/VdbyPvjJOG/1

 

 

 

 

 

Start CampusOS Projekt

9. Februar 2022 – Zum Jahresbeginn ist das Leitprojekt CampusOS, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert wird, gestartet. Das Ziel von CampusOS ist der Aufbau eines modularen Ökosystems für offene 5G-Campusnetze auf Basis offener Funktechnologien und interoperabler Netzkomponenten.

Das Innovationscluster 5G Berlin trägt mit seiner offenen und experimentellen Testumgebung für 5G-Campusnetze zur Umsetzung innovativer Industrie 4.0-Anwendungsszenarien bei.

https://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/news/CampusOS-start-2022_02

 

 

 

 

 

 

 

Fraunhofer HHI und 5G Berlin nehmen 5G-Testfeld zur Erprobung neuer 5G-Technologien in Berlin-Charlottenburg in Betrieb

24. September 2020 – Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und das Innovationscluster 5G Berlin, ein gemeinnütziger Verein, der die Förderung von Innovationen um 5G-Schlüsseltechnologien vorantreibt, haben rund um das Gelände der Technischen Universität in Berlin-Charlottenburg ein 5G-Testfeld in Betrieb genommen. Hierdurch wird ein öffentlich zugängliches Testfeld geschaffen, in dem Unternehmen und Forschungseinrichtungen 5G-Anwendungen und Produkte entwickeln und testen können. Das Testfeld operiert unabhängig von kommerziellen 5G-Netzanbietern. Es umfasst mehrere Basisstationen und bildet alle relevanten Technologiekomponenten für die Erprobung innovativer 5G-Anwendungen ab. Die Arbeiten wurden gefördert vom BMBF im Rahmen des Verbundprojekts „Open Testbed Berlin – 5G and Beyond – OTB-5G+“ (FKZ: 16KIS0979K).

Auf dem neuen Testfeld soll ein umfangreiches Ökosystem für 5G-Anwendungen und Produkte geschaffen werden. 5G Berlin Mitgliedsunternehmen und beteiligte Forschungseinrichtungen finden ab sofort attraktive Rahmenbedingungen vor, um gemeinschaftlich oder individuell an ihren Innovationen zu forschen und diese zu testen. Dabei geht es um Themen wie Smart City, das heißt wie die gezielte Verkehrssteuerung durch intelligente Sensorik gelingen kann. Weiterhin ist die Unterstützung von automatisiertem Fahren durch neuartige Assistenzsysteme ein wichtiges Forschungsfeld.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Industrie-Campusnetze für die zuverlässige funkbasierte Steuerung industrieller Prozesse innerhalb von Fabriken zu testen. Zudem sollen auf dem Testfeld neue Netzsteuerungsverfahren entwickelt werden, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten.

„Das 5G-Testfeld ist ein wichtiger Erfolg für den Standort Berlin, denn es handelt sich um ein solides 5G-Stand-Alone-Netz, das keine Unterstützung durch das LTE-Kernnetz benötigt,“ sagt Professor Slawomir Stanczak, Abteilungsleiter Wireless Networks am Fraunhofer HHI. „Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben jetzt die einzigartige Möglichkeit, auf dem Feld der 5G-Technologien umfassend zu experimentieren. Durch die Bereitstellung des Testfelds wollen wir wichtige Erkenntnisse generieren, um die Digitalisierung in Deutschland sowie unsere Technologiesouveränität einen wichtigen Schritt voranzubringen.“

„Die nun in Betrieb genommene gemeinsame Infrastruktur ermöglicht unseren Mitgliedsunternehmen und -Forschungseinrichtungen, 5G-Schlüsseltechnologien für urbane Anwendungen unter realen Bedingungen zu entwickeln und zu testen“, kommentiert Carsten Rossenhövel, Vorstandsmitglied des Innovationsclusters 5G Berlin und Mitgründer des European Advanced Networking Test Center (EANTC AG).  „Die flexible, von kommerziellen Netzen unabhängige und dauerhaft für alle Mitglieder bereitstehende Testumgebung ist ein erheblicher Standortvorteil für Berlin.“

Bei den im Rahmen des Testfelds verwendeten Funkzellen handelt es sich um 5G-Makrozellen in Kombination mit kleineren Funkzellen zur lokalen, breitbandigen und reaktionsschnellen Kommunikationsanbindung. Die Funkzellen nutzen das 3,7 GHz-Band, das in Deutschland für den Betrieb von Campusnetzen vorgesehen ist. Eine Übertragungsband-breite von 80 MHz, Beamforming und adaptive Antennentechnologie mit 64 Elementen, sogenanntes Multi-User MIMO, unterstützen die Tests von Anwendungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Signallaufzeiten.

Die 5G Kernnetz-Software (5G Core) wird vom Berliner Unternehmen ng4T bereitgestellt. Sie unterstützt anwendungsspezifische Qualitätseinstellungen, sogenanntes Network Slicing, und die Orchestrierung von Netzwerkdiensten. Auf diese Weise lassen sich mehrere Netzinstanzen emulieren, so dass auch Roaming zwischen öffentlichen Netzen und Campusnetzen simuliert werden kann. Die Integration von Kernnetz und Funkzugangsnetz (5G RAN) wurde bei der Inbetriebnahme mit kommerziellen Endgeräten im Hinblick auf 3GPP Release 15 SA erfolgreich geprüft.

Über das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

Innovationen für die digitale Gesellschaft von morgen stehen im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts. Dabei ist das Fraunhofer HHI weltweit führend in der Erforschung von mobilen und optischen Kommunikationsnetzen und -systemen sowie der Kodierung von Videosignalen und der Datenverarbeitung. Gemeinsam mit internationalen Partnern aus Forschung und Industrie arbeitet das Fraunhofer HHI im gesamten Spektrum der digitalen Infrastruktur – von der grundlegenden Forschung bis zur Entwicklung von Prototypen und Lösungen. www.hhi.fraunhofer.de

Über das Innovationscluster 5G Berlin e.V.

Das Innovationscluster 5G Berlin stellt eine regionale und überregionale Vernetzungsplattform für Startups, mittelständische Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten, Großunternehmen und Behörden dar. Dazu wird eine Testumgebung aufgebaut, um diese für gemeinschaftliche Forschungsprojekte zu nutzen, verschiedene 5G-Technologien zu erproben und neue Anwendungen zu entwickeln. Ferner wird ein Informationsnetzwerk geschaffen als Basis für neue Partnerschaften und zur Unterstützung des Wissenstransfers. www.5g-berlin.de

Das Innovationscluster 5G BERLIN wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundesmitteln und Mitteln des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert und durch die Senatsverwaltung kofinanziert.

 

 

Pressekontakt:
Martina Müller | martina.mueller@hhi.fraunhofer.de | +49 30 31002-242

Fachkontakt:
Prof. Slawomir Stanczak | slawomir.stanczak@hhi.fraunhofer.de | +49 30 31002- 875
Carsten Rossenhövel | cross@eantc.de | +49 30 3180595-21

 

USECASE Drohnen 5G Testbed Berlin

Am 29. Januar 2020 fand der USECASE 5G Drohne beim Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin statt.

Der Drohneneinsatz zur Brandherderkundung ermöglicht der Feuerwehr eine genaue Analyse des Brandherdes aus der Vogelperspektive sowie den gezielten Einsatz von Rettungsfahrzeugen, um den Brandherd zu bekämpfen. Diese genaue Voranalyse durch den Einsatzleiter in der Leitzentrale erspart die unnötige Bindung von Rettungskräften als auch Material und reduziert erheblich die Einsatzkosten.

Wenn eine Alarmierung über die 112 Notrufnummer in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr erfolgt, werden die GPS Daten des Brandherdes an die Drohne, die auf dem Dach jeder Feuerwehrleitstelle über die Stadt Berlin verteilt sind, übermittelt. Die Drohne startet und fliegt autonom zu dem Brandherd. Über die Kamera in der Drohne werden die live Videobilder über das 5G Mobilfunknetz an die Einsatzleitzentrale übertragen. Hier trifft der Einsatzleiter, aufgrund des Lagebildes, die Entscheidung welche Einsatzkräfte vor Ort benötigt werden. Da die Drohne auf direktem Wege zum Brandherd fliegt, hat der Einsatzleiter einen erheblichen Zeitvorteil, gegenüber der Lageeinschätzung vor Ort, da sich die Einsatzkräfte normalerweise erst durch den Berufsverkehr zum Brandherd bewegen müssen. Das kann unter Umständen Leben retten. 

Der Testflug der Drohne würde mit den 5G Testbed Partner germandrones GmbH und der Firma Infotecs GmbH durchgeführt.

Infotecs hat eine Military Grade Verschlüsselungstechnologie entwickelt, die sich besonders durch die geringe Latenzzeit bei der Videoübertragung über das Mobilfunknetze auszeichnet. Die Videobilder werden live mit so geringen Latenzen übertragen, das einen BVLOS (beyond visual line of sight) Flug der Drohne ermöglich. Auch die Steuerung der Drohne über das Mobilfunknetz ist dadurch möglich. Die Verschlüsselung der Videodaten ist aufgrund der EU Datenschutzgrundverordnung notwendig. Auch verhindert die Technologie von Infotecs, dass unberechtigte die Videos die von der Drohne in die Einsatzleitzentrale gesendet werden, unberechtigt kopieren können und z.B. über die Sozialen Netzwerke verteilen.

Der Vorteil der 5G Technologie gerade beim Einsatz von Drohnen ist das Slice- sowie das Timing.

Über die Timing Funktionalität kann der Standort der Drohne in der Luft über die vorhanden Funkzellen Technologie sehr genau ermittelt werden. Durch die Signatur (SIM Karte) die in der Drohne von Infotecs verbaut wird, kann auch eine dedizierte Dohnenzuordnung (gute Drohne-böse Drohne) getroffen wird.

Über das Slice werden den Behörden (Polizei / Feuerwehr, etc.)  dediziert Bandbreiten zur Verfügung gestellt.

Berlin 5G Week

5G Berlin übernahm erstmals eine Session als Teil der #Berlin5GWeek, die am Fraunhofer HHI am 5. November stattfand. Das HHI war Gastgeber des Workshops „Machine Learning for 5G and Beyond“. Der Workshop wurde organisiert von der „ITU-T Focus Group on Machine Learning for Future Networks including 5G “ (FG-ML5G). Die Session mit 5G Berlin bot Mitgliedern die Möglichkeit, eigene Themen zu präsentieren. Eines dieser Themen war die OpenRAN Alliance, die sich dafür einsetzt, offene Schnittstellen innerhalb eines 5G Netzwerkes zu etablieren.

 

 

 

Gründung Innovationscluster 5G BERLIN

5G Berlin Logo

Partner aus Wirtschaft und Forschung haben im September das Innovationscluster 5G BERLIN e.V. ins Leben gerufen. Ziel des Vereins ist die Förderung von Innovationen rund um 5G-Schlüsseltechnologien für urbane Anwendungsszenarien. Die Initiative 5G BERLIN treibt die Digitalisierung in der Hauptstadt voran und erhöht die internationale Leuchtkraft des Standorts. Dazu wird eine Testumgebung aufgebaut, um diese für gemeinschaftliche Forschungsprojekte zu nutzen, verschiedene 5G-Technologien zu erproben und neue Anwendungen zu entwickeln. Ferner wird ein Informationsnetzwerk geschaffen als Basis für neue Partnerschaften und zur Unterstützung des Wissenstransfers. Das Innovationscluster 5G BERLIN stellt somit eine regionale und überregionale Vernetzungsplattform für Startups, mittelständische Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten, Großunternehmen und Behörden dar.

5G Testfeld für urbane Anwendungen

Das 5G-Testfeld entsteht auf dem Nord-Campus der TU Berlin und dient der Erprobung von 5G-Schlüsseltechnologien für urbane Anwendungen unter realen Bedingungen. Die Infrastruktur umfasst 5G-Makrozellen in Kombination mit kleineren Funkzellen zur lokalen, breitbandigen und reaktionsschnellen Kommunikationsanbindung. Zur Realisierung sehr hoher Datenraten werden beispielsweise Straßenlaternen mit 5G-Technik (Millimeterwellentechnologie) ausgestattet und vernetzt. Die Komponenten des 5G-Testfelds werden durch die Partner bereitgestellt und im Gesamtsystem weiterentwickelt. Das 5G-Testfeld bildet alle relevanten Technologiekomponenten eines 5G-Netzes ab und wird die Entwicklung von Innovationen in Berlin fördern.

Starke Partnerschaften

Zu den Gründungsmitgliedern zählen: atesio, EANTC, Fraunhofer-Gesellschaft, GasLINE, highstreet technologies, HyperMesh, Infotecs, MicroNova. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt haben Firmen aus den Segmenten Personentransport, Chiphersteller, Netzwerkausrüster und –betreiber sowie innovative Start-Ups und bedeutende Verbände Interesse an einer Beteiligung am Innovationscluster 5G BERLIN zum Ausdruck gebracht.